Rückbilck Frauentag 2020

Bad Liebenzell: Zum 20. Mal lud der Liebenzeller Gemeinschaftsverband am 31.01. und 01.02.2020 zu Frauentagen nach Bad Liebenzell ein. Rund 2000 Besucherinnen aus Süddeutschland nahmen die Einladung an und kamen zu einem der programmgleichen Tage. Die Theologin und Schriftstellerin Elke Werner aus Marburg ermutigte als Hauptreferentin die Frauen in zwei Vorträgen zum Thema „Über:leben – Kraftquellen im Alltag“, ihr Leben im Vertrauen auf Gott zu leben.

Vorbilder für vertrauensvollen Glauben finde man in Biographien wie der von Horatio Spafford. Der amerikanische Rechtsanwalt verlor 1871 beim „Chicagofeuer“ seinen gesamten Besitz. Als zwei Jahre später seine vier Töchter bei einem Schiffsunglück starben, entstand sein bekanntes Lied „Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt“. Es gehe für Christen immer ums Überleben, also darum, in schweren Zeiten, aber auch im Alltag mit seinen Herausforderungen am Glauben festzuhalten. Wie das gelingen kann, zeigte Elke Werner am Bild eines Baumes in Jeremia 17. Wie ein Baum, der Sauerstoff produziert, sollten die Zuhörerinnen in ihrem Umfeld „einen guten Duft Christi verbreiten“, nicht kritiksüchtig sein, sondern andere ermutigen. Um in dürren Zeiten überleben zu können, komme es auf die Wurzeln des persönlichen Glaubens an. Damit diese wachsen können, sei es wichtig, „im Wort Gottes, zu Hause zu sein, immer wieder darin zu lesen, es zu verschlingen“. Es komme darauf an, immer wieder frische Quellen in Gottes Wort zu entdecken und Jesus heute und jetzt zu erleben. In einer großen Baumkrone könnten viele Früchte wachsen, das müssten aber keine außergewöhnlichen Dinge sein. Jede Frau solle überlegen, was sie anderen zu geben habe, wo sie von Gott eingesetzt sei. Dabei könne nur ein guter Baum auch gute Früchte bringen. Mit dem Hinweis auf das Kreuz ermutigte sie die Frauen: „Dadurch finden wir Kraft im Alltag, um in stürmischen Lebensphasen zu überleben. Das Kreuz ist unser Lebenselixier.“

Am Nachmittag konnten sich die Besucherinnen in zwölf Seminaren mit möglichen Kraftquellen im Alltag beschäftigen oder kreativ tätig werden. Ein Raum der Stille, Informations- und Verkaufsstände und im Gebäude verteilte Plakate mit gesammelten #Lifehacks konnten beim Rundgang durch das Missions- und Schulungszentrum der Liebenzeller Mission entdeckt werden.

Musikalisch wurden die Frauentage von der Sängerin und Songwriterin Dania König begleitet. In der Lobpreiszeit gab sie Einblicke in ihr Leben und ermutigte die Frauen, sich wie eine Pflanze „immer wieder zum Licht Gottes hinzudrehen“. Das Minikonzert nach der Kaffeepause gestaltete sie mit eigenen Liedern und lud zum Mitsingen ein.

Die Moderatorinnen Esther Siehler und Alisa Ott bedankten sich mit einem Bilderrückblick über 20 Jahre Frauentage bei Helga Hartmann, die in den Ruhestand verabschiedet wurde. Sie hatte die Frauentage des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes aus der Wiege gehoben und 18 Jahre hauptverantwortlich organisiert und moderiert.