Frauentag mit 2.200 Frauen und Tipps für den Umgang mit Sorgen

| 29.01.2017 |

Bad Liebenzell – Zwei große Frauentage mit 2.200 Frauen fanden am 27./28. Januar im Missions- und Schulungszentrum der Liebenzeller Mission in Bad Liebenzell statt. Hauptreferentin Katja Bernhardt (Kassel) sprach zum Thema „Unterwegs mit leichtem Gepäck“ und beschrieb verschiedene Sorgen des Alltags und gab Tipps zum Umgang mit ihnen. Valerie Lill begeisterte mit lebensnahen Liedern und Poetry-Slam.

Annette Jarsetz führte mit einem Theaterstück zum Thema hin, indem Sie sich als Teilnehmerin des Frauentages in Szene setzte, die vergeblich versuchte ihre schweren Gepäckstücke auf den „Missionsberg“ hochzutragen und dabei jegliche Hilfe ablehnte. Katja Bernhardt nahm die Szene auf und beschrieb Alltagsszenen, in denen Frauen sich viel zu viele Sorgen machen über Dinge, die dann gar nicht in der Weise eintreten, wie sie es sich drastisch ausmalten. Sie beschrieb mehrere Sorgentypen. Die „Lastenträgerin“ nehme viel zu schnell und viel zu oft Lasten der anderen auf die eigenen Schultern. Die „Alleingängerin“ müsse sich alleine mit den Sorgen durchs Leben schleppen, weil ihr die Ansprechpartner fehlten. „Die „Streckenkontrolleurin“ beobachte viel zu sehr die Sorgen und Nöte der anderen. Die „Routenplanerin“ plane akribisch jeden Schritt und wolle heute schon wissen, was morgen erst klar würde. Und dann erwähnte sie noch „Hans guck in die Luft“ – jene Frauen, die eigene Sorgen verdrängten und Unangenehmes ausblendeten, weil sie keinen Mut hätten, Probleme anzugehen. Katja Bernhardt bot anschließend verschiedene Schritte an, um Sorgen zu entsorgen. Es sei wichtig sich zu fragen, ob eigene oder fremde Sorgen belasten. Man dürfe sich distanzieren und einen gesunden Abstand zum Problem der anderen einnehmen. „Das Denken prägt das Handeln“, deshalb sei es wichtig bewusst „Stopp“ zu sagen, wegen Sorgen das Denken beschlagnahmten. Musik könne hier oftmals helfen, auf positivere Gedanken zu kommen. Es gelte auch Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Die Referentin ermutigte dazu, bewusst im Heute zu leben. Ihr helfe es auch, sich von Altlasten zu befreien und anderen nichts nachzutragen. Dazu gehöre auch, sich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern die eigene Lebenssituation zu tragen. Sie berichtete schließlich von familiären Erfahrungen mit Beziehungskrisen zu einer ihrer Töchter und der Nachricht über einen bösartigen Tumor bei ihrem Mann. In beiden Situationen sei es für Sie ganz wichtig gewesen, bewusst die Glaubensbeziehung zu Jesus Christus zu leben und zu wissen, dass er das sei und den weiteren Weg kenne.

Am frühen Nachmittag wurden 13 Seminare und Workshops angeboten. U. a. bot Valerie Lill einen Poetry-Slam-Workshop an, in dem sie eigene Werke vorstellte und die teilnehmenden Frauen ermutigte, eigene Texte zu schreiben. Ruth und Reinhard Krämer aus Ulm ermutigten zu gegenseitiger Achtsamkeit in der Ehe. In einem „Raum der Wertschätzung“ wurde den Frauen Mut Machendes zugesprochen und es gab ein Angebot, sich persönlich segnen zu lassen.

Die Frauen waren eingeladen, mit einer Spende die Missionsarbeit von Rebecca Geil in Bangladesh und die missionarische Arbeit von Daniel & Amelie Koch in Heidelberg zu unterstützen.


Vorläufiger Spenden-Endstand zum 31.05.2017

NEU: FSJ-Stellenangebote

hier gibt's Infos zu aktuellen LGV-FSJ-Stellen zum Download

MännerMail

Jeden Donnerstag gibt es (nicht nur) für Männer einen Impuls, was zum Schmunzeln, Gesundheitstipp u.v.m. - einfach mal testen! Hier geht's zur aktuellen Ausgabe!