Neues aus dem Liebenzeller Gemeinschaftsverband e.V.

Platzwechsel im Liebenzeller Gemeinschaftsverband

| 01.10.2022 |


Bad Liebenzell (efeu). Am Samstag, 1. Oktober 2022 fand der offizielle Vorstandswechsel des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes (LGV) beim Platzwechsel-Fest im Missions- und Schulungszentrum der Liebenzeller Mission statt. Pfr. Dr. Hartmut Schmid und Rüdiger Daub wurden in den Ruhestand verabschiedet. Martin Siehler wurde als neuer Vorsitzender, Lydia Scheuvens als neue Verwaltungsleiterin, Michael Piertzik als neuer Leiter für Personal eingeführt. Klaus Ehrenfeuchter bleibt Leiter der Gemeinde-/Gemeinschaftsarbeit im Verband.

In einem Festgottesdienst begrüßten Rosalie Weber, Jugend- und Gemeindediakonin in Loßburg und Klaus Ehrenfeuchter, die knapp 400 Gäste, die eingeladen waren. Diese setzten sich aus den Personen der Delegiertenversammlung, Hauptamtlichen, Vertreter aus verbundenen Werken und Kirchen, sowie Verwandten und Freunden der Vorstandsmitglieder zusammen. Präses Steffen Kern vom Evangelischen Gnadauer Verband ging in seiner Festpredigt auf einen dreifachen Platzwechsel ein.

  • Den Platzwechsel Gottes – vom Himmel in die Welt.
  • Gott nimmt in Jesus Christus Wohnung in der Welt. Und das aus Liebe zu den Menschen.
  • Den Platzwechsel persönlich – vom ich zum wir.
  • Wer auf Jesus vertraut darf ein neuer Mensch sein und neue Wege gehen. Wer Jesus vertraut darf das sein, was ihm Jesus zusagt. Keiner braucht mehr alleine sein, sondern darf verbunden mit anderen Menschen leben.
  • Den Platzwechsel der Gemeinde – von der Enge in die Weite.

„Gemeinde heißt Platz für alle.“ Es gelte darauf zu achten, dass man nicht an Gemeindemodellen hänge, die für immer mehr Menschen weniger interessant seien. Er ermutigte dazu, die missionarische „Liebenzeller“ Kompetenz als Berufung neu auszuleben.

Die Predigt kann HIER nachgehört werden. 

Die drei neuen Vorstandsmitglieder wurden vom bisherigen Vorsitzenden Hartmut Schmid für ihre neue Aufgabe verpflichtet. Dann folgte die Einsegnung, wobei es für den LGV typisch ist, dass auch die Ehefrauen miteingesegnet werden, weil sie mit hinter der Aufgabe ihres Mannes stehen. Anschließend entpflichteten Rosalie Weber und Klaus Ehrenfeuchter Hartmut Schmid und Rüdiger Daub von ihren Aufgaben als Vorsitzender und Verwaltungsleiter. Beide sind nun offiziell in den Ruhestand getreten. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Josia Haupt und Dave Peters gestaltet, zwei Jugendpastoren der LGV-Gemeinde Remchingen. 

Die neu gegründete Internationale Gemeinde wurde mit einem Videoclip vorgestellt und als Spendenprojekt beworben. Nach einer Kaffeepause folgte die Festveranstaltung mit vielen verschiedenen Grußbeiträgen. Steffen Bilger, Mitglied des Bundestages und einer der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU, grüßte mit einem Video. Sein Großvater war Prediger im Liebenzeller Gemeinschaftsverband. Frank Spatz, der Generalsekretär des Gnadauer Verbandes zeigte auf, wie wichtig es ist, dass der LGV als größter Gemeinschaftsverband in Gnadau mit von der Partie ist.

Prälat Ralf Albrecht brachte Grüße von der württembergischen Kirchenleitung. Ihm folgte Axel Ebert von der Evangelischen Kirche Baden. Er ist als Kirchenrat und Leiter der missionarischen Arbeit der Kirche (AMD) immer wieder beim Austausch zwischen Gemeinschaftsverbänden und Kirchenleitung in Baden dabei. Giso Schnöckel, der Vorsitzende des Gemeinschaftsverbandes Sachsen-Anhalt war als Vertreter des Partnerverbandes gekommen und beschenkte alle mit einem Baumkuchen. Johannes Luithle grüßte mit einem selbstkomponierten Song am Klavier. Mit seiner Frau spielte er zudem einige Stücke mit Geige und Klavier. Sascha Wössner und Michael Tscherny hielten die Laudatio von Seiten der 120 hauptamtlich Angestellten. Karin Bangert und Marc Bauer hatten als Vertreter des Geschäftsstellenteams ein Quiz vorbereitet, bei dem immer zwei Personen aus dem alten und neuen Vorstand gegeneinander antraten.

Martin Siehler betonte als neuer Vorsitzender in einem Schlussstatement, dass der LGV in der Theologie des lutherischen Pietismus bleiben solle. „Ich halte für sehr wertvoll, was uns im Pietismus an Grundvertrauen in die Schrift und konkreter Christusnachfolge geschenkt ist.“ Außerdem sei es Ziel des Verbandes, davon zu träumen und es zu leben: Gemeinde mit allen Generationen.

Das Fest endete mit einem internationalen Buffet mit Speisen aus drei Ländern.

Der Liebenzeller Gemeinschaftsverband e.V. arbeitet generationsübergreifend. In 47 Bezirken an ca. 270 Orten in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen gestalten ca. 120 GemeinschaftspastorInnen, GemeindediakonInnen und JugendpastorInnen sowie viele ehrenamtliche Mitarbeitende die Gemeindearbeit vor Ort. In den Verbandsveranstaltungen und vor Ort werden über 19.000 Erwachsene, Jugendliche und Kinder erreicht.
Der LGV weiß sich den evangelischen Landeskirchen in seinem Gebiet verbunden und gehört dem Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverband an. Er ist Mitglied im Diak. Werk Württ. und eng mit der Liebenzeller Mission und dem SWD-EC-Jugendverband verbunden.