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LGV-StartseiteVeranstaltungen RückblickeFrauentag 2008

Rund 1.900 Besucherinnen beim Frauentag 2008



Doris Schulte gab beim Frauentag des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes in Bad Liebenzell Hinweise, wie Frauen mit ihren Gefühlen richtig umgehen können. (Foto: Manuela Horeld)

Frauen sind den Gefühlen auf der Spur

"Es gibt keine falschen Gefühle, sondern nur falsches Denken über sich selbst. Wer um seine Verankerung in Gott weiß, kann befreit und unabhängig von den Meinungen anderer leben." Darauf verwies Doris Schulte, Gastlehrerin am "Neues-Leben-Seminar" in Altenkirchen (Westerwald), beim Frauentag des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes in Bad Liebenzell. Zu den beiden Veranstaltungen am 18. und 19. Januar kamen rund 1.900 Besucherinnen in das Missions- und Schulungszentrum. Die Theologin zitierte die Aufforderung aus dem Alten Testament: "Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben!" Es gelte deshalb, seine Denkweise über sich selbst von Gottes Zusagen bestimmen zu lassen und sich daran zu orientieren.
Neben Vorträgen standen im Mittelpunkt der restlos ausgebuchten Veranstaltung auch Seminare, unter anderem zu den Themen "Mein Mann - das unbekannte Wesen!?", "Sucht = unerfüllte Sehnsucht!?", "Wie viel Gesundheit ist noch gesund?" und "Wie viel Mutter braucht mein Kind?". In kreativen Arbeitsgruppen erhielten die Frauen zudem Tipps zur Dekoration oder konnten mit selbst gemalten Bildern das Gehörte vertiefen.
Waltraud und Ernst Günter Wenzler aus Stuttgart-Bad Cannstatt wiesen in ihrem Seminar "Mein Mann - das unbekannte Wesen!?" darauf hin, dass es nicht den perfekten Mann oder die perfekte Frau gebe. "Das Problem ist selten mein Partner, sondern wie ich mit ihm umgehe", so das Ehepaar. Eine Beziehung gelinge dann, wenn man immer wieder Interesse aneinander zeige und den anderen wahrnehme. Dabei schlugen die Referenten einen "Ehe-TÜV" vor: Jeder bewerte die verschiedenen Bereiche aus seiner Sicht. Hilfreich sei dann, wenn man sich über die Ergebnisse austausche.
Gabriele Isenburg von der Gefährdetenhilfe Wegzeichen (Enzklösterle bei Bad Wildbad) erklärte in ihrem Seminar zum Thema "Sucht = unerfüllte Sehnsucht!?", dass Menschen auch deshalb zu Suchtstoffen greifen, weil sie keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Sinn im Leben gefunden hätten. Gott kenne aber die tiefsten Lebenssehnsüchte und biete durch Jesus Christus Erfüllung im Leben an.
Die Diplom-Sportpädagogin Dorit Vöhringer aus Wolfach (Schwarzwald) verwies darauf, dass regelmäßiges Ausdauertraining, wie bereits ein wöchentlicher zwei- bis dreimalige mindestens 30minütiger Spaziergang, ernorm positive Auswirkungen auf die Gesundheit habe.
"Wie viel Mutter braucht ein Kind?", mit dieser Frage beschäftigte sich Meike Viktor aus Feuchtwangen, Erzieherin und Mutter einer einjährigen Tochter. Ihrer Auffassung nach könne keiner pauschal über Familien, Kinderbetreuung oder Berufstätigkeit urteilen. Am besten seien Entscheidungen für die Familie auch als ganze Familie zu treffen. Nach ihren Erfahrungen brauchen Kleinkinder feste Bezugspersonen, einen Rhythmus und seien nur bedingt fähig, mit anderen in einer Gruppe zu spielen.
Musikalisch umrahmt wurde der Frauentag von der Musikerin Hella Heizmann (Eschenburg-Wissenbach). Die Gesangs- und Klavierpädagogin erhielt für ihre einfühlsamen und sehr persönlichen Lieder viel Applaus. Mit ihrer eingelegten Kollekte unterstützen die Besucherinnen unter anderem ein Internat für Kinder von Missionaren in Tokio.

 
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