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Biblische Unterweisung bei Leiterschulung in Oberstdorf
Von: Klaus Ehrenfeuchter
Oberstdorf/Allgäu. Mit 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die LGV-Leiterschulung im Haus „Bergfrieden“ in Oberstdorf voll belegt. Der LGV-Vorsitzende Pfr. Dr. Hartmut Schmid legte in Bibelarbeiten Texte aus zu den Themenbereichen „Die Aufgaben und die Stellung der Frau in der Gemeinde“ und „Die Aufgaben der Ältesten in der Gemeinde“. Frauen und Männer aus Leitungskreisen verschiedenster Gemeinschaften und Gemeinden im LGV nahmen daran teil.
Anhand von 1. Mose 1 und 2 machte Hartmut Schmid zunächst deutlich, dass das Verhältnis von Mann und Frau von der Schöpfung her ein partnerschaftliches sei, indem sich Mann und Frau als gleichwertiges Gegenüber entsprächen. Beide seien vor Gott gleichwertig, aber in ihrer Geschlechtlichkeit als Mann und Frau nicht gleichartig geschaffen. Aufgrund der göttlichen Ordnung nach dem Sündenfall in 1. Mose 3 sei die Frau dem Mann zugeordnet. Die Frau habe die große Gabe erhalten, dass von Gott empfangenes Leben in ihr wachsen und schließlich durch sie geboren werden dürfe. Der Mann solle als „Haupt und Herr der Frau“ diese Verantwortung nicht in Macho-Gehabe leben, sondern in schützender Fürsorge und Liebe.
Hartmut Schmid legte dar, wie sich sowohl die partnerschaftliche als auch die zugeordnete Beziehung durch die Bibel nachweisen ließe und auch im gemeindlichen Miteinander sichtbar sein müsse. So sei es nach 1. Timotheus 2, 15 der Freiraum der Frau, dass sie Kinder gebären und erziehen dürfe. Darauf müsse die Gemeinde Rücksicht nehmen und Müttern diesen Freiraum geben. Kinder gebären und erziehen sei keine Nebensache. Entgegen gesellschaftlicher Tendenzen sei die Gemeinde gefordert dies zu leben und zu würdigen.
Die kritischen Stellen aus 1. Kor. 11, 4-6; 1. Kor. 14, 34+35 und 1. Tim. 2, 11-15 legte Hartmut Schmid dahingehend aus, dass eine verheiratete Frau in der Öffentlichkeit ihren Mann nicht bloßstellen solle. Einer Frau sei „prophetische Rede“ gestattet, was sich heute auch darin zeige, dass die verkündigen dürfe. Dagegen sei das Festlegen von verbindlicher Lehre und Letztverantwortung Aufgabe des Mannes.
Älteste hätten in der Gemeinde die geistliche Verantwortung. Der im LGV empfohlene Weg, Frauen auch in Leitungskreisen einzubinden, Älteste im Leitungskreis aber nur durch Männer zu besetzen sei der Versuch das partnerschaftliche und auch geschlechterspezifische Miteinander in der Gemeinde zu leben.
Neben viel Zeit für Bibelarbeiten blieb auch noch Gelegenheit für Wanderungen in der schönen Bergwelt um Oberstdorf und im Kleinen Walsertal.
Im Jahr 2013 findet keine Leiterschulung statt, weil die Frauen und Männer der Leitungskreis eingeladen sind am Gnadauer Kongress „Neues wagen“ (24.01. – 27.01.2013) in Erfurt teilzunehmen. Die Manuskripte der Bibelarbeiten können bei Hartmut Schmid für den persönlichen Gebrauch angefordert werden.





