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LGV-Gemeinschaftstag ermutigt zu "Glaube am Montag"
Von: Brigitte Schwab
Bad Liebenzell. Etwa 2.300 Besucherinnen und Besucher waren am Pfingstmontag zum Gemeinschaftstag gekommen, dem Jahrestreffen des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes. Zwei Schwerpunkte fügten sich zu einer Einheit zusammen: das Thema „Gottesdienst“ und „Glaube am Montag“.
„Wer in den Gottesdienst geht, geht das Risiko ein, verändert zu werden, denn die Worte von Jesus Christus verändern uns. Die Jünger von Jesus sind eigentlich Schüler, Studenten, die lebenslang von ihm zu lernen haben bis zum letzten Tag“, so Prof. Dr. Volker Gäckle, Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell, in seiner Predigt. Er führte sehr praxisbezogen aus, dass sich der Gottesdienst im Alltag fortsetzen will. Dass nicht nur die Hände, die ein Bachpräludium spielen, Gott dienen, sondern auch die Finger, die eine Computertastatur betätigen. „Wenn wir morgens zur Arbeit gehen oder zur Schule, gehen wir in den Gottesdienst. Christen werden durch den Heiligen Geist befähigt, zu prüfen, was Gott gefällt.“
In einem Podiumsgespräch wurde das Thema „Gottesdienst“ vertieft. Es ging dabei um den Gemeinschaftsgottesdienst, wie er an unterschiedlichen Orten des Verbandes durchgeführt wird. Die Gesprächsteilnehmer tauschten sich über ihre Erfahrungen aus, wie sich die Besucher zusammensetzen, welche Art von Liedern gesungen werden, was sich als günstige Uhrzeit bewährt hat, wo Konfliktfelder liegen, was sie von der Predigt erwarten. Simon Lubberger aus Calw-Altburg, der als Vertreter der jungen Generation mit in der Runde war, meinte, dass in der Predigt auch Maßstäbe Gottes zu Ehe und Sexualität vorkommen sollten. Er war der Ansicht, dass junge Leute dann gerne kommen, wenn die Jugendarbeit in der Gemeinde auch tatsächlich wahrgenommen wird.
Der Vorsitzende des LGV, Pfr. Dr. Hartmut Schmid, leitete den Gottesdienst. Er informierte über Veränderungen im Verband; zum Beispiel, dass sich die Gemeinschaft in Calw, bisher beim Süddeutschen Gemeinschaftsverband, nun dem Liebenzeller Gemeinschaftsverband angeschlossen hat und mit Calw-Stammheim eine neue Gemeinde bildet.
Der Tag wurde mitgeprägt von der Musik durch Andreas Volz und seiner Band. Ebenso trat einen Projekt-Gospelchor auf, der sich eigens für diesen Tage gebildet hatte und von Andrè Moselewski engagiert geleitet wurde. Als abschließender Höhepunkt kamen die Kinder aus ihrem Parallelprogramm zurück ins Zelt und schmetterten begeistert ein Lied.
Der Liebenzeller Gemeinschaftsverband erreicht mit seinen über 110 Gemeinschaftspastoren, Gemeinschaftsschwestern und Gemeindediakoninnen sowie über 2.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an rund 300 Orten in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen wöchentlich rund 19.000 Erwachsene und Jugendliche. Der Gemeinschaftsverband ist ein gemeinnütziges Werk innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland und gehört dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband an. Außerdem ist der Verband Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg und eng mit der Liebenzeller Mission verbunden.







