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Liebenzeller in Hörschweiler krempeln die Ärmel hoch

In Hörschweiler (Kreis Freudenstadt) erweitern Mitglieder der Liebenzeller Gemeinschaft zurzeit ihr Gemeinschaftshaus, um so mehr Menschen mit dem Evangelium erreichen zu können. Foto: Walter Maier
Mehr als 5000 freiwillige Arbeitsstunden sind schon geleistet: Der Ausbau des Gemeinschaftshauses in Hörschweiler geht voran. Es ist vorbildlich, wie Gemeindemitglieder der Liebenzeller Gemeinschaft Hörschweiler / Tumlingen um Bruno Kübler die Ärmel hochkrempeln. Planmäßig kann eine Bauzeit von zwei Jahren eingehalten werden. Noch in diesem Jahr kann das Gebäude bezogen werden. Das Einweihungsfest soll im Oktober stattfinden. 750.000 Euro investiert die Liebenzeller Gemeinschaft in ihren Erweitungsbau in der Höhenstraße 38 in der Siedlung Käppele. Der Spatenstich erfolgte im August 2008 - im Herbst soll der Anbau seiner Bestimmung übergeben werden.
Die Aktiven der Liebenzeller Gemeinschaft und der EC-Jugend ("Entschiedene Christen") wollen 125 000 Euro an Eigenleistungen aufbringen. Die restlichen 600.000 Euro werden ausschließlich aus Spenden und von Firmen geschultert. Das Land Baden-Württemberg steuert aus dem Topf "Der Jugend Räume schaffen" 15.000 Euro bei.
Zum Startschuss 2008 hatte die Gemeinschaft schon 40 Prozent Eigenkapital im Baufonds und zusätzlich ein zinsloses Darlehen von 50.000 Euro zur Verfügung. Letzter Zwischenstand: Im August 2009 verfügte die Gemeinschaft bereits über eine Spendensumme von 320.000 Euro, die seither noch beträchtlich angewachsen ist.
Ein harter Kern von sechs bis zwölf Helfern ist mit "Bauleiter" Bruno Kübler jeden Samstag im Einsatz. Im Erdgeschoss ist der Rohbau schon geschaffen. Das Untergeschoss mit den Jugendräumen soll in den nächsten Wochen komplett fertiggestellt werden, sodass die Jugendlichen die neuen Räumlichkeiten bereits im März nutzen können. Das eigene Bauteam hat sich bisher bei zahlreichen Arbeiten des Innenausbaus engagiert. Frühzeitig zum Abschluss gebracht wurden auch die Außenanlagen.
Platzmangel zwang zum Handeln: Allein 80 Kinder und Jugendliche, die sich wöchentlich in Kreisen und Gruppen treffen, sowie die Aktivitäten von 20 bis 30 Erwachsenen sprengten die räumlichen Kapazitäten. Stark besucht wird immer der Familientreff, der fünf Mal im Jahr stattfindet. Daher entschied sich die Gemeinschaft zu einem Erweiterungsbau. Die zukünftige Gesamtnutzfläche beziffert Planer Markus Kugler auf 330 Quadratmeter. 140 Sitzplätze sind im neuen Saal vorgesehen. Und im Untergeschoss entstehen zwei große Jugendräume. Während der Bauzeit wird das Gemeinschaftsleben im Rathaussaal oder in privaten Wohnungen aufrecht erhalten.
"Wir geben der Jugend ein Zuhause", proklamierte Bruno Kübler als Vorsitzender des Baubeirates bereits beim Spatenstich. Jugendarbeit in zeitgemäßen Jugendräumen sei wichtiger als früher, weil heute der Familienverband fehle. Für die Jugend wolle man mit dem Ausbau ein Zeichen setzen. Denn: "Wir möchten noch mehr Menschen die Möglichkeit geben, Gottes Wort zu hören."
Gemeinschafsleiter Erwin Kirschenmann ruft die Anfänge in Erinnerung: "Vor 45 Jahren war der frühere Bürgermeister Heinz Fischer der eigentliche Ideengeber für den damaligen Neubau des Gemeinschaftshauses." Jetzt trägt die Gemeinschaft mit ihrem Erweiterungsbau dem Wachstum Rechnung.
Walter Maier / Schwarzwälder Bote

